Bachelor Psychologie (B.Sc., 6 Semester, 180 ECTS).
Ziel: Grundlagen-, methoden- und anwendungsorientierte wissenschaftliche Ausbildung in Psychologie als empirischer Disziplin; polyvalent — erfüllt die Anforderungen des § 9 Abs. 4 PsychThG und berechtigt zur Aufnahme eines approbationsfähigen klinischen Masters.
Unterrichtssprache: Deutsch.
Studienbeginn: Nur Wintersemester.
Zulassung: Örtlich beschränkt (NC, ca. 1,3–1,7); zusätzlich freiwilliger Studieneignungstest der DGPs, der die Chancen im Auswahlverfahren verbessern kann (Anmeldung bis 15. Februar).
Zusätzliche Zugangsvoraussetzung: Englisch (Niveau B2 GER).
Inhaltliche Struktur: Grundlagen: Allgemeine Psychologie, Biopsychologie, Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie, Experimentelle Psychologie.
Methoden und Diagnostik: Forschungsmethoden, Statistik I und II, Empirisch-experimentelles Praktikum, Grundlagen psychologischer Diagnostik, Diagnostische Verfahren.
Anwendung: Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie, Vertiefung in psychologischen Anwendungsbereichen oder Neurokognitive Psychologie.
Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV): Berufspraktikum plus Zusatzqualifikationen (Fremdsprachen, Medienkompetenz, Gender & Diversity, Organisation & Management u. a.).
Bachelorarbeit: Selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung.
Hochschulwechsel: Der Studiengang darf an der FU nur einmal zum 1. Fachsemester begonnen werden. Ein Wechsel aus einem Psychologie‑Bachelor einer anderen Hochschule ist nur für höhere Semester möglich und erfordert den Nachweis spezifischer Leistungen, die nicht an jeder anderen Universität angeboten werden. Freie Plätze in höheren Semestern sind selten.
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.) in Psychologie. Berechtigt zur Aufnahme eines Psychologie‑Masters an der FU Berlin oder anderen Universitäten.
Master Psychologie mit Schwerpunkt: Klinische Psychologie und Psychotherapie (M.Sc., 4 Semester, 120 ECTS).
Ziel: Forschungs- und anwendungsorientierter Studiengang, der für die staatliche psychotherapeutische Approbationsprüfung qualifiziert. Vertiefung in Klinischer Psychologie und Psychotherapie; Vermittlung grundlegender psychotherapeutischer Kompetenzen aller wissenschaftlich anerkannten Verfahren, mit Schwerpunkt auf Verhaltenstherapie.
Unterrichtssprache: Deutsch und Englisch.
Studienbeginn: Winter- und Sommersemester.
Zulassung: Örtlich beschränkt (NC); NC‑Wert wird jedes Semester neu festgelegt.
Zugangsvoraussetzungen: Bachelorabschluss in Psychologie, für den die nach Landesrecht zuständige Stelle die Einhaltung der berufsrechtlichen Voraussetzungen nach § 9 Abs. 4 PsychThG festgestellt hat (z. B. Nachweis auf der Bachelorurkunde).
Oder: gleichwertiger Bachelorabschluss, der alle Anforderungen der PsychThApprO (§§ 12–15 und Anlage 1) erfüllt.
Bei ausländischem Abschluss: Deutschkenntnisse auf Niveau C1 (DSH oder gleichwertig). Englischkenntnisse auf Niveau B2 GER (wenn nicht an einer englischsprachigen Einrichtung erworben). Bei Bewerbung vor Vorliegen des Bachelorabschlusses: Nachweis von mindestens 120 LP in abgeschlossenen Modulen und angemeldeter oder abgegebener Bachelorarbeit.
Inhaltliche Schwerpunkte: Spezielle Störungs- und Verfahrenslehre der Psychotherapie (11 LP); Berufsqualifizierende Tätigkeit II: Dokumentation, Evaluation und Organisation psychotherapeutischer Behandlungen (17 LP); Multivariate statistische Analysemethoden für Psychotherapeut*innen (5 LP); Evaluationsforschung in der Psychotherapie (5 LP); Wissenschaftliche Vertiefung (10 LP); Vertiefte Psychologische Diagnostik und Begutachtung (10 LP); Berufsqualifizierende Tätigkeit III - ambulanter Teil (5 LP) und stationärer Teil (15 LP); Forschungsorientiertes Praktikum II - Psychotherapieforschung (5 LP); Angewandte Psychotherapie und Selbstreflexion (7 LP); Masterarbeit (30 LP).
Praktika: Verpflichtende Praktika in Einrichtungen der psychotherapeutischen Versorgung — einschließlich eines Praktikums zur ambulanten Psychotherapie an der Hochschulambulanz der FU Berlin (verhaltenstherapeutisch). Masernimpfung oder Immunitätsnachweis ist für die Praktikumstätigkeit erforderlich.
Abschluss: Master of Science (M.Sc.) in Psychologie. Berechtigt zur Zulassung zur staatlichen Approbationsprüfung.
Nach bestandener Prüfung: Approbation als Psychotherapeutin. Anschließend ist eine Weiterbildung zur Fachpsychotherapeutin erforderlich, in der auch die Festlegung auf einen Altersbereich (Kinder/Jugendliche oder Erwachsene) und ein Psychotherapieverfahren erfolgt.
Approbation: Dieser Masterstudiengang ist approbationsfähig. Er entspricht der Approbationsordnung für Psychotherapeut*innen (PsychThApprO) und qualifiziert für die staatliche Approbationsprüfung.
Master Psychologie mit Schwerpunkt: Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie (M.Sc., 4 Semester, 120 ECTS).
Ziel: Forschungsorientierter Masterstudiengang; Erweiterung und Vertiefung der Fachkenntnisse in psychologischen Grundlagendisziplinen sowie in den Anwendungsbereichen Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie. Vermittlung von Kompetenzen zur Analyse, Diagnostik, Bewertung und Gestaltung psychologischer Prozesse in verschiedenen Praxisfeldern.
Unterrichtssprache: Deutsch.
Studienbeginn: Wintersemester.
Zulassung: Örtlich beschränkt (NC); NC‑Wert wird jedes Semester neu festgelegt.
Zugangsvoraussetzungen: Bachelorabschluss in Psychologie oder gleichwertiger berufsbefähigender deutscher oder ausländischer Hochschulabschluss mit mindestens 6 Semestern Psychologie. Mindestens 10 LP Statistik, 8 LP psychologische Diagnostik, 10 LP Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie sowie je 5 LP aus zwei weiteren psychologischen Anwendungsfächern (z. B. Klinische Psychologie und Pädagogische Psychologie).
Bei ausländischem Abschluss: Deutsch auf Niveau C1 (DSH oder gleichwertig).
Inhaltliche Schwerpunkte: Arbeits- und Organisationspsychologie: Arbeitsgestaltung, betriebliche Gesundheitsförderung, Gruppenprozesse, Führung, soziale Identität, Organisationsentwicklung.
Gesundheitspsychologie: gesundheitspsychologische Theorien, evidenzbasierte Gesundheitsförderung in Organisationen, Gemeinden, Rehabilitation. Forschungsmethoden und diagnostische Fertigkeiten.
Abschluss: Master of Science (M.Sc.) in Psychologie. Qualifiziert für Tätigkeiten in Personalentwicklung, Organisationsberatung, betrieblichem Gesundheitsmanagement, Forschung, Beratung im Gesundheits- und Sozialwesen. Je nach Bachelorabschluss und Abschlussnote auch qualifiziert für ein Promotionsstudium.
Approbation: Dieser Masterstudiengang ist nicht approbationsfähig für Psychotherapie. Master Cognitive Neuroscience (M.Sc., 4 Semester, 120 ECTS).
Ziel: Integrativer, forschungsorientierter Masterstudiengang mit Fokus auf neurokognitive Grundlagen von Erleben und Verhalten. Breite theoretische und methodische Kompetenz in Planung, Durchführung und Analyse neurokognitiver Experimente (fMRI, EEG, TMS).
Unterrichtssprache: Englisch.
Studienbeginn: Wintersemester (Mitte Oktober).
Zulassung: Eignungsfeststellungsverfahren, begrenzte Platzzahl. Bewerber*innen mit ausländischem Bachelorabschluss müssen eine Vorprüfungsdokumentation (VPD) über uni-assist einreichen.
Zugangsvoraussetzungen: Bachelorabschluss in Psychologie, Neurowissenschaft, Cognitive Science, Data Science, Mathematik, Physik, Biologie, Informatik oder bestandene ärztliche Prüfung (Ärztliche Prüfung). Englisch auf Niveau C1 (CEFR).
Inhaltliche Schwerpunkte: Cognitive Neuroscience: Perception, Attention, Action, and Cognitive Control.
Cognitive Neuroscience: Memory, Emotion, Language, and Consciousness. Neurocognitive Methods and Data Analysis. Applied Computational Cognitive Neuroscience. Forschungspraxis im Center for Cognitive Neuroscience Berlin (CCNB) — inklusive 3T fMRI‑Scanner, EEG‑Labore, Verhaltenslabore. Masterarbeit (30 LP).
Abschluss: Master of Science (M.Sc.) in Cognitive Neuroscience. Qualifiziert für wissenschaftliche Tätigkeiten in Grundlagen- und angewandter Forschung mit neurokognitiven Methoden sowie für eine akademische Laufbahn.
Approbation: Dieser Masterstudiengang ist nicht approbationsfähig für Psychotherapie. Er hat keinen klinischen Schwerpunkt.